Der Kreis 5 in Zürich: Eine Feldforschung

Spring Semester 2015

Stadt­eth­no­lo­gie begreift den urba­nen Raum nicht nur als gebau­te Umwelt, son­dern als geleb­ten kul­tu­rel­len und sozia­len Zusam­men­hang. Mit eth­no­gra­fi­scher Feld­for­schung wird­die Wahr­neh­mung von Akteu­ren in loka­len Milieus erkun­det. Wie sehen und erfah­ren sie urba­ne Zusam­men­hän­ge? Wie bewe­gen sie sich in der Stadt­land­schaft? Wie sehen sie Häu­ser, Stras­sen und Plät­ze? Wie hören sie die Stadt? Die Wahr­neh­mung loka­ler Milieus, ihres Eigen­sinns, ihrer Krea­ti­vi­tät und ihrer beson­de­ren Lebens­wei­se wird als bedeut­sam erkannt, um die Stadt als zen­tra­len Ort gegen­wär­ti­ger gesell­schaft­li­cher Ent­wick­lung bes­ser zuverstehen.

Für eth­no­gra­fi­sche Erkun­dun­gen der gebau­ten Umwelt ste­hen Archi­tek­tin­nen und Archi­tek­ten heu­te eine Rei­he von Metho­den und Tech­ni­ken zur Verfügung: Teil­neh­men­de Beob­ach­tung, Inter­views, Foto- und Video­be­ge­hun­gen von urba­nen Räu­men, Mind­map­ping u.a. In die­ser­Lehr­ver­an­stal­tung gehen wir der Fra­ge nach, wie sich der Kreis 5 in Zürich in den letz­ten Jah­ren öko­no­misch, sozi­al, kul­tu­rell und bau­lich ver­än­dert hat. Trans­for­ma­tio­nen imStras­sen­bild wer­den fest­ge­hal­ten, archi­tek­to­ni­sche Ein­grif­fe ana­ly­siert und Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner des Kreis 5 ein­ge­la­den, an einer Umfra­ge über die Ver­än­de­run­gen in ihrem Quar­tier teilzunehmen.

Tea­ching: Heinz Nigg, Chris­ti­an Schmid