Capitales Fatales: Urbanisierung und Politik in den Finanzmetropolen Frankfurt und Zürich

Frankfurt und Zürich – zwei Capitales Fatales, die vieles gemeinsam haben: Beide erlebten in den letzten Jahrzehnten einen rasanten wirtschaftlichen Aufstieg und stehen heute in der globalen Hierarchie der Finanzzentren auf der zweiten Stufe nach London, New York und Tokio. In beiden Metropolen spielten urbane Bewegungen eine herausragende Rolle. Und am Main wie an der Limmat regierten in den letzten Jahren rot-grüne Mehrheiten. Auch der Urbanisierungsprozess zeigt verblüffende Parallelen, beispielsweise die Restrukturierung der urbanen Peripherie oder die Entstehung von polyzentrischen urbanen Großregionen. Doch während sich im Zentrum Frankfurts die globalen Kommandofunktionen in die Höhe türmen, werden sie in Zürich hinter distinguierten gründerzeitlichen Fassaden versteckt.
Die Hintergründe dieser Entwicklungen zu analysieren, unterschiedliche lokale Erfahrungen aufzuzeigen und mögliche Perspektiven auszuloten – das ist die Grundidee der HerausgeberInnen, die seit 1991 im Rahmen des International Network for Urban Research and Action (INURA) zusammenarbeiten.
Ein Buch über Globalisierung, Stadtentwicklung und lokale Politik in den Finanzmetropolen Frankfurt und Zürich. Mit Analysen zur gesellschaftlichen Entwicklung in westlichen Metropolen, mit Berichten zur Welt-Stadt-Formation an Limmat und Main und einem Ausblick auf den Urbanisierungsprozess des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts. Mit theoretischen Texten von John Friedmann, Saskia Sassen, Stefan Kipfer, Alain Lipietz, Margit Mayer und Walter Prigge.
International Network for Urban Research and Action (INURA)
Herausgegeben von Hansruedi Hitz, Roger Keil, Ute Lehrer, Klaus Ronneberger, Christian Schmid und Richard Wolff