Prof. Dr. Lindsay Blair Howe

Lind­say Blair Howe ist Pro­fes­so­rin für Raum­pla­nung und Raum­ent­wick­lung am Depar­te­ment Archi­tek­tur an der School of Engi­nee­ring and Design, Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Mün­chen (TUM), wo sie das Cent­re for Urba­ni­sa­ti­on and Peri­phe­ra­li­sa­ti­on (CUSP) lei­tet. Ihr For­schungs­pro­gramm unter­sucht das Urba­ne in einem kom­pa­ra­ti­ven Kon­text und betont den Zusam­men­hang von Men­schen, Pla­nungs­po­li­ti­ken und gebau­ter Umwelt. Ihre Ansät­ze umfas­sen eigen­stän­di­geMetho­den, wie die Ver­wen­dung von Vol­un­tee­red Geo­gra­phic Infor­ma­ti­ons, neben qua­li­ta­ti­ven Stadt­for­schungs­me­tho­den aus den Sozi­al­wis­sen­schaf­ten. Sie betont die Bedeu­tung des All­tags sowie der geleb­ten Erfah­run­gen von Raum für das Ver­ständ­nis und die Theo­rie der Urba­ni­sie­rung. Ihre trans­dis­zi­pli­nä­re Arbeit wird oft in Zusam­men­ar­beit durch­ge­führt und erstreckt sich über Euro­pa und Afri­ka, und ist ins­be­son­de­re im Süd­li­chen Afri­ca loka­li­siert. Sie publi­ziert zu einem wei­ten Spek­trum von The­men im Feld der Urba­ni­sie­rung und sie lehrt, wie Stadt­theo­rie in Archi­tek­tur und Städ­te­bau ange­wen­det wer­den kann. 

Lind­say Blair Howe wur­de in Ber­ke­ley, Kali­for­ni­en, gebo­ren und absol­vier­te ihr Grund­stu­di­um in Archi­tek­tur und Glo­bal Cul­tu­re & Com­mer­ce an der Uni­ver­si­ty ofVir­gi­nia. Nach­dem sie meh­re­re Jah­re in den USA und in Deutsch­land als Archi­tek­tin prak­ti­zier­te, schloss sie ihr Mas­ter­stu­di­um und ihre Pro­mo­ti­on in Archi­tek­tur und Städ­te­bau an der ETH Zürich ab. Ihre Mas­ter­ar­beit (2011–2012) und ihre Dok­tor­ar­beit (2014–2017) mach­te sie an der Dozen­tur Sozio­lo­gie, wo sie von 2018 bis 2021 auch als Dozen­tin und Postdoc‑Forsche­rin arbei­te­te. 2021 wur­de sie zur Pro­fes­so­rin für Archi­tek­tur & Gesell­schaft an der Uni­ver­si­tät Liech­ten­stein ernannt, bis sie 2025 an die TUM kam.

Das Zen­trum für Urba­ni­sie­rung und Peri­phe­ri­sie­rung (CUSP)

Das Zen­trum für Urba­ni­sie­rung und Peri­phe­ri­sie­rung an der TUM unter­sucht, wie Öko­sys­te­me und Lebens­grund­la­gen durch Urba­ni­sie­rung beein­flusst wer­den. Aus­ge­hend von einer de-/post­ko­lo­nia­len Per­spek­ti­ve wer­den eth­no­gra­fi­sche und ver­glei­chen­de Metho­den ein­ge­setzt, um zwei zen­tra­le Fra­gen theo­re­tisch und empi­risch zu unter­su­chen: 1) Wel­che Arten von Urba­ni­sie­rungs­pro­zes­sen las­sen sich an der Schnitt­stel­le zwi­schen mensch­li­chem und nicht-mensch­li­chem Leben beob­ach­ten? Und 2) Was bedeu­ten die­se Ver­än­de­run­gen im Hin­blick auf Poli­tik, Regu­lie­rung und die All­tags­er­fah­run­gen der Men­schen, die in aus­ge­wähl­ten Fall­stu­di­en­ge­bie­ten leben? Die Beant­wor­tung die­ser Fra­gen erfor­dert die Ana­ly­se von Pro­zes­sen der De-/Re-Ter­ri­to­ri­a­li­sie­rung, die die Urba­ni­sie­rung beein­flus­sen, sowie der ent­spre­chen­den Pro­zes­se der Peri­phe­ri­sie­rung, die sich durch räum­li­che Prak­ti­ken und geleb­te Erfah­run­gen der bebau­ten Umwelt mani­fes­tie­ren. CUSP kon­zen­triert sich auch auf geschlechts­spe­zi­fi­sche und gene­ra­ti­ons­über­grei­fen­de Aspek­te der aus­ge­dehn­ten Urba­ni­sie­rung und auf die Arti­ku­la­ti­on von Ungleich­heit, bei­spiels­wei­se in Bezug dar­auf, wie Wohn­raum gebaut wird, wie Res­sour­cen zugäng­lich sind und wie Bezie­hun­gen zur städ­ti­schen Infra­struk­tur gestal­tet wer­den. Süd­afri­ka und der west­afri­ka­ni­sche Kor­ri­dor, ins­be­son­de­re in und um Johan­nes­burg und Lagos, sind neben Deutsch­land und Mit­tel­eu­ro­pa eini­ge der wich­tigs­ten Stand­or­te, an denen CUSP die Theo­rie­bil­dung vorantreibt.

Lind­say Howe: CUSP TUM

Lind­say Howe: Cur­ri­cu­lum Vitae 

Lind­say Howe: Publi­ka­tio­nen