Prof. Dr. Monika Streule
Monika Streule beschäftigt sich mit der sozialen Raumproduktion, Urbanisierungsprozessen und innovativen Methoden der qualitativen Forschung. Sie interessiert sich für vergleichende Stadtforschung und ein relationales Verständnis von urbanem Territorium aus einer dezentrierten Perspektive, um einen globaleren Ansatz für das Verständnis von Städten zu entwickeln. Sie schloss ihr Lizentiat (MA) in Sozialanthropologie, Soziologie und Politikwissenschaften an der Universität Zürich ab mit einer Studie über soziale Auswirkungen von urbanen Transformationsprozessen im Historischen Zentrum von Mexiko-Stadt. Sie erhielt mehrere Stipendien, darunter das Marie-Skłodowska-Curie-Stipendium der Europäischen Union und das Nachwuchsstipendium des Schweizerischen Nationalfonds. Sie war mehrfach Gastwissenschaftlerin an der Universidad NacionalAutónoma de México UNAM und Postdoktorandin an der London School ofEconomics LSE, am Institute for Advanced Studies des University College London UCL, an der HafenCity Universität Hamburg und an der Universidad Tecnológica de La Habana José Antonio Echeverría CUJAE. Sie ist Assoziierte Forscherin am Instituto de Investigaciones Socio-Económicas de la Universidad Católica Boliviana, La Paz.
Monika Streule forschte und lehrte an der Dozentur Soziologie des Departements Architektur der ETH Zürich zwischen 2009 und 2021. Sie promovierte im April 2016 zum Thema metropolitaner Urbanisierungsprozesse von Mexiko-Stadt. Für den ungewöhnlichen metropolitanen Massstab ihrer ethnografischen Studie entwickeltesie theoretische Konzepte sowie methodische Verfahren einer kritischen Stadtforschung und zeigte deren Anwendungsmöglichkeiten auf. Das Projekt stand im Kontext des komparativen Forschungsvorhabens «Patterns and Pathways ofPlanetary Urbanization» der Dozentur Soziologie und des Future Cities Lab Singapore, und wurde von Monika Streule und Christian Schmid im Buch «Vocabularies for an Urbansing Planet» publiziert.
2024 wurde Monika Streule zur Professorin für Sozialanthropologie am Institut für Sozial- und Politikwissenschaften der Universidad Iberoamericana in Mexiko-Stadternannt. Derzeit leitet sie das Forschungsprojekt «Territorialitäten im Widerstand gegen urbanen Extraktivismus», das sich mit sozio-ökologischen Konflikten und der entscheidenden Rolle von Frauen* in sozialen Organisationen befasst. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Untersuchung von Sport-Megaprojekten im Kontext der Fussballweltmeisterschaft 2026.
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Monika Streule: Website Universidad Iberoamericana